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Ressourcen - Geschichte der spanischen Sprache in Lateinamerika

   

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Die Geschichte der spanischen Sprache in Spanien
Die Geschichte der spanischen Sprache in Lateinamerika*
Spanische Dialekte
Das grammatikalische Grundverständnis der spanischen Sprache
Die unterschiedlichen Lernmethoden

Wie kann ich...

Die Aussprache im Spanischen

 

 

Die Geschichte der spanischen Sprache in Lateinamerika

Durch die Entdeckungsreisen von Christopher Columbus und der Kolonialisierung Südamerikas am Ende des 15. Jahrhunderts konnte die spanische Sprache sich nahezu auf dem gesamten südamerikanischem Kontinent verbreiten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Muttersprache auf der Iberischen Halbinsel voll entfalten können. Die Einführung der spanischen Sprache in der „Neuen Welt“ bezeichnen die Historiker als „Hispanización“.

Während dieser Periode war der südliche Teil des amerikanischen Kontinents ein Konglomerat von unzähligen unterschiedlichen Sprachen und Dialekten. Die Siedler stiessen auf fremdartige Kulturen, die sehr von den Heimatlichen abwichen, so dass Kommunikation zu Beginn der Besiedelung eine wirkliche Herausforderung darstellte. Sie beschränkte sich zuerst auf Gesten und Gebärden. Erst später kamen „sprachlich angelernte“ Eingeborene, die dann als Übersetzer fungierten, hinzu.

Die katholische Kirche spielte eine entscheidene Rolle bei der Verbreitung der spanischen Sprache. In den Missionarsschulen der Jesuiten- und Franziskanermönche wurden die Kinder und Jugendlichen der Eingeborenen nach katholischer Lehre erzogen. Selbstverständlich vollzog sich dies in der Sprache der Missionare, die so allmählich in das alltägliche Leben der Einheimischen eindringen konnte.

Die Missionierung wurde stetig, dominant und strikt von der Spanischen Krone bestimmt, wobei die einheimischen Sprachen (Amerindian) immer mehr an Bedeutung verloren. Ethnische und kulturelle Verarmung der ansässigen Stämme waren die logische Konsequenz.

Die sprachliche Entwicklung wurde dennoch von den Eroberern und den Eingeborenen kulturell gegenseitig beeinflusst, da die Spanier trotz ihrer dominierenden Rolle immer eine Minderheit auf dem Kontinent war. Es gab ein stetiges Durchmischen der kulturellen Vielfalt unter den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppierungen. Die Präcolumbianische Kultur formte die spanische Sprache, die heute als „American-Spanisch“ zu bezeichnen ist. Auch afrikanische Sprachen, beeinflusst von den nach Amerika geholten Sklaven, flossen in den vielfältigen Sprachenkanon mit ein.

So entstanden spanische Dialekte, die ihrer Herkunft nach enger mit der Stammessprache der Eingeborenen, als der Sprache des Königreichs verbunden waren. Zwei der einflussreichsten Sprachen, die der Azteken (mexikanisch Nahuatel) und der Incas (peruanisch Quechua), die von einem bedeutenden Teil der heimischen Bevölkerung gesprochen wurde und beim kommerziellen Handel eine grosse Rolle spielte, prägten das „American-Spanisch“. So wurden viele Wörter in diese Sprache transferiert.

Folgende Beispiele sollen dies demonstrieren:

papa (Kartoffel), cuate (freund) oder chamaco (Junge).

Aber auch die spanischen Eroberer bzw. Erforscher brachten das eigene Sprachgut in diesen Entwicklungsprozess mit ein. Vor der langen Reise in die „Neue Welt“ bereiteten sie sich in Sevilla (Andalusien) im Süden Spaniens auf die lange Reise vor und nahmen sich des andalusichen Dialektes an. So vorbereitet starteten sie in die „Neue Welt“. Und deshalb ist heute die amerikanisch-spanische Aussprache der andalusischen sehr nah. So wird z.B. das „c“ als „th“ (engl.) in ein gelispeltes „s“ umgeformt. Die vorangeganene Darstellung der sprachlichen Historie zeigt uns heute das American-Spanisch, wie es sich heute in Lateinamerika präsentiert.

 
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